Papageien werden seit langem auch außerhalb ihrer Verbreitungsgebiete als Haustiere gehalten: Schon im Ägypten der Pharaonen hielt man sie als Haustiere. Im antiken Griechenland wurden Sittiche gehalten, um ihnen das Sprechen beizubringen; der Alexandersittich ist nach Alexander dem Großen benannt. Das römische Weltreich übernahm wenig später neben vielen anderen Kulturgütern auch die Papageienhaltung von den Griechen.
Seit sich die Europäer vor einem halben Jahrtausend aufmachten, die Welt zu erobern, sind Papageien auch in mittel- und nordeuropäischen sowie nordamerikanischen Volieren zu finden. Der bekannteste Papageienvogel ist sicherlich der Wellensittich, den sich heute jeder leisten kann und viele Kinder als Haustier wünschen. Es folgt der etwas größere Nymphensittich, ebenfalls ein australischer Sittich. Aber auch der Graupapagei aus Afrika und die großen, bunten Aras und die Amazonen aus Mittel- und Südamerika sind unter Laien wohl bekannt, und mancher wünscht sich insgeheim einen solchen Vogel.
Ein solcher Wunsch aus reiner Freude an bunten Farben und Sprechbegabung oder gar aus Eitelkeit ist allerdings heutzutage nicht mehr zu verantworten: Von wenigen "Allerweltsarten" abgesehen sind fast alle Papageienvögel heute gefährdet oder gar akut vom Aussterben bedroht! Dabei ist der illegale Papageienhandel vermutlich nicht einmal die primäre Gefährdungsursache: Die sich trotz aller Bemühungen von Naturschützern immer weiter verschärfende Lebensraumvernichtung bringt viele Arten schnell an den Rand der Ausrottung vor allem Inselpopulationen, die aufgrund geringer Kopfzahl und mangels Hinterland keine Reserven haben.
Wer an Informationen über bestimmte Papageiengattungen und -arten interessiert ist, sollte auch allgemeine Papageien-Literatur und -Internetseiten im Auge behalten, da dort in der Regel auch einzelne Arten besprochen werden. Organisationen, die sich mit Papageien befassen, finden Sie auf der Seite des gewünschten Landes.
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