Der Begriff "Weichfresser" sagt taxonomisch wenig aus, da er nicht von der Verwandtschaft der Vögel ausgeht, sondern von ihrer Ernährungsweise bzw. ihren Anforderungen an die Haltung bzw. den Halter. Gemeint sind kleine mit mittelgroße Vogelfamilien, die sich sich von Sämereien, sondern von Insekten (insectivor), von Früchten (frugivor) oder gar von Blüten, vor allem Nektar, ernähren.
Den wichtigsten Hinweis auf einen "Weichfresser" liefert sein Schnabel: Er ist nicht breit und konisch, also kräftig ausgebildet, um auch harte Samen knacken zu können, sondern schlank, um auch Insekten auch in Ritzen aufstöbern und greifen zu können. (Dies trifft allerdings nicht auf Schwalben und Segler zu, die ihre Beute in der Luft fangen, aber auch nicht zu den "Weichfressern" gezählt werden.) Außerdem sind Insektenfresser tendentiell etwas zutraulicher als Körnerfresser, was viele Gartenbesitzer ja auch von unserem einheimischen Rotkehlchen kennen.
In der Vogelhaltung sind "Weichfresser" heikler als Körnerfresser:
Die bekanntesten "Weichfresser" sind die "Sonnenvögel" bzw. "Chinesischen Nachtigallen", die zu den Grasmücken (d. h. Timalien) zählen, und der Beo, der zu den Staren gehört.
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