Kletterseile & – gerüste

Kletterseile und -gerüste dienen der Beschäftigung von Vögeln im Käfig und laden zum Spielen und Klettern ein.

Ein Klettergerüst besteht aus mehreren Seilen und Elementen. Aus diesem Grund sind bei der Betrachtung der Materialien beide Elemente, Gerüste und Seile, mit gemeint.

Gerüste und Seile können im Käfig, an der Decke oder an höhenstabilen Elementen gehangen werden.
Bei der Anschaffung von Kletterseilen und Klettergerüsten gibt es so einiges als Halter zu beachten.

Der folgende Artikel informiert über Möglichkeiten und Risiken von Kletterseilen und Klettergerüsten sowie über mögliche Materialien von diesen, damit Halter ihren Tieren geeignete Produkte kaufen und/oder basteln. Nicht alle Produkte, die im Zoofachhandel verkauft werden, sind für Vögel sicher oder geeignet.

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Möglichkeiten und Risiken

Kletterseile und Klettergerüste beherbergen Möglichkeiten und Risiken. Diese sollten Halter kennen, sodass sie entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen können, um den Vögeln eine bestmögliche und sichere Beschäftigung durch Seile und Gerüste zu bieten.

Möglichkeiten

Klettergerüste und Kletterseile sind eine tolle Abwechslung für Vögel und dienen der Nutzung des Käfigs auf verschiedenen Ebenen.
Zudem haben Seile und Gerüste mentale (Vorbeugen von Langeweile, Unterhaltung) und körperliche (Klettern, Erkunden) Funktionen für Vögel.

Klettergerüste können im Handel fertig gekauft und/oder selber gebastelt werden. Bestandteile von Klettergerüsten sind natürliche Elemente (Kokosnussschalen, Äste, Holz) und Seile, welche die einzelnen Elemente miteinander verbinden und befestigen.

An Seilen können zudem Spielzeuge aufgehangen werden. Selber können Seile ebenfalls als Spielzeug fungieren, da Vögel gerne an den Fransen oder Enden knabbern oder mit diesen spielen. Auch als Sitzgelegenheit können Seile von den Vögeln verwendet werden, sofern die Seile horizontal aufgehangen werden.

Risiken

Von Seilen und Klettergerüsten können, bei allen geschätzten Möglichkeiten, auch Risiken ausgehen. Diese Risiken sind Unfälle, Entzündungen im Verdauungstrakt und Kropfwickeln.

Unfälle

Durch die Benutzung von Seilen und Klettergerüsten können sich Vögel am Fuß verletzen (zum Beispiel gebrochene Zehen) oder sogar strangulieren. Dies geschieht, da die Vögel sich in Seilen, Schlingen oder Schlaufen verheddern können. Nicht selten geraten die Tiere bei solchen Unfällen in Panik, aus welcher weitere schwere Verletzungen bis zum Tod resultieren können.

Entzündungen im Verdauungstrakt

Entzündungen im Verdauungstrakt können tödlich verlaufen. Sie resultieren aus dem Anknabbern von Seilen. Vögel können Fasern verschlucken oder sich durch die Fasern verletzen. Hierbei bohren sich die Seilfasern in die Schleimhäute der Tiere, woraus Reizungen resultieren. Dies ist besonders bei harten und kurzen Fasern (zum Beispiel Hanf) der Fall.

Kropfwickeln

Während harte und kurze Fasern Verletzungen und Entzündungen im Verdauungstrakt verursachen können, geht von weichen und langen Fasern (zum Beispiel Jute) die Gefahr des Kropfwickelns aus. Hierbei gelangen die Fasern durch das Anknabbern der Vögel in den Verdauungstrakt der Tiere und verklumpen dort. Diese Verklumpung im Kropf wird Kropfwickeln genannt. Kropfwickeln kann für Vögel tödlich enden.

Vorsichtsmaßnahmen

Um die Möglichkeiten von Seilen und Klettergerüsten zu nutzen und die Risiken dieser zu minimieren, sollten Halter folgende Vorsichtsmaßnahmen umsetzen:
– Überprüfen der Beschaffenheit der Materialien
– Regelmäßige Kontrolle bereits bestehender Seile
– Ersetzen von Seilen

Überprüfung der Beschaffenheit der Materialien

Die Seile sowie die Elemente für Klettergerüste sollten nicht ausfransen können. Überstehende Fransen gilt es abzuschneiden. Gerade im Handel werden häufig Seile verkauft, die zu lange Fransen aufweisen. Die einzelnen Fasern der Seile sollten möglichst lang und weich sein.
Zudem sollten die Materialien nicht gefärbt, nicht imprägniert oder in anderer Art behandelt worden sein, um Vergiftungen der Tiere auszuschließen. Alle Seile und Elemente sollten gänzlich unbehandelt und natürlich sein.

Regelmäßige Kontrolle bereits bestehender Seile

Auch nach dem Kauf und dem Aufhängen der Seile und Klettergerüste im Käfig sollten Halter diese regelmäßig kontrollieren.
Besonders auf ausgefranste Seile oder Seile, die Schlaufen bilden, sollten Halter achten und diese abschneiden oder ersetzen.

Seile und Elemente von Klettergerüsten werden mit Knoten miteinander verbunden. Diese Knoten sollten möglichst fest sitzen oder mit Kabelbindern ersetzt werden. Vögel knabbern Knoten nämlich gerne an, wodurch sie diese lösen oder Schlaufen bilden können. In einer regelmäßigen Kontrolle sollten Halter darauf achten, dass die Knoten noch sicher und fest geschlossen sind. Zudem sollten Fransen und Seilenden möglichst räumlich dicht an den Knoten abgeschnitten werden.

Ersetzen von Seilen

Nicht nur die bereits bestehenden Seile, auch das Verhalten der Vögel mit diesen sollte von Haltern regelmäßig beobachtet und kontrolliert werden.
Knabbern und Nagen die Vögel zu sehr an den Seilen, sollten die Seile durch Ketten aus Edelstahl oder Aluminium ersetzt werden, um Gefahren zu vermeiden.

Auch bereits bestehende Seile sollten regelmäßig ersetzt werden, um ein Zerrupfen und Ausfransen dieser zu vermeiden.

Materialien

Im Handel sind viele verschiedene Materialien für Seile und Gerüste zu erwerben. Die meisten Materialien sind jedoch nicht für Vögel geeignet!

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Geeignete Materialien

Geeignet für Vögel sind Baumwolle, Lederseil und Edelstahl.

Baumwolle

Seile aus Baumwolle sind für Vögel geeignet und weisen zahlreiche Vorteile auf: Baumwolle ist reißfest, scheuerfest, waschbar und leicht zu reinigen.

Baumwollseile für Vögel sind meistens geflochten oder gedreht. Gerade geflochtene Baumwollseile sind empfehlenswert, da die einzelnen Fasern fest in der Form verbleiben und nicht so leicht von den Tieren aus dem Seil gezogen werden können.
Auch bei Baumwolle müssen Halter regelmäßig die Seile auf herausgezogene Fasern kontrollieren und diese abschneiden.

Ein Nachteil von Baumwolle ist, dass die Seile leicht durch die Vögel schmutzig werden können.

Tipp:: Für eine besonders lange Nutzung von Baumwollseilen ist es empfehlenswert, diese selber mit Pflasterverband zu umwickeln. Dadurch können die Vögel erst Recht keine einzelnen Fäden aus dem Seil ziehen.
Pflasterverbände und Seile müssen trotzdem regelmäßig kontrolliert werden.

Lederseil

Lederseil ist nach Edelstahl am besten geeignet, um die Gefahr des Kropfwickelns auszuschließen. Lederseil ist fest, langlebig und kann von Vögeln nur schwer auseinander gezupft werden. Im Handel gibt es Lederseil in verschiedenen Formen und Größen käuflich zu erwerben.
Bei der Auswahl des passenden Lederseiles sollten Halter darauf achten, dass dieses nur pflanzlich oder biologisch gegerbt wurde. Bei anderen Gerbvorgängen können Stoffe genutzt werden, die für Vögel gesundheitsschädlich sein können. Dies ist bei allen Chemikalien der Fall.

Edelstahl

Edelstahl verhindert Kropfwickeln und Entzündungen im Verdauungstrakt, da keine Fasern von den Vögeln geschluckt werden können.
Das Material ist leicht, leicht zu reinigen, langlebig und unzerstörbar.

Ein Nachteil ist jedoch, dass Vögel sich ungern auf Edelstahlketten setzen. Seile eignen sich besser als Sitzgelegenheiten.

Dicke Seile sorgen zudem für eine Stabilität bei Gerüsten, während Edelstahlketten eher wackelig sind.

Nicht geeignete Materialien

Hanf, Jute, Naturbast, Kokosfasern und Sisal sind nicht für die Verwendung im Vogelkäfig geeignet.
Trotzdem werden diese Materialien häufig in Zoo- und Gartengeschäften verkauft, sodass Halter die Gefahren kennen sollten, die von nicht geeigneten Materialien in Kletterseilen und Klettergerüsten ausgehen können.

Hanf

Die Seile aus Hanf, die im Handel erhältlich sind, enthalten in der Regel kurze und harte Fasern mit einer hohen Festigkeit. Wenn diese Fasern von den Vögeln verschluckt werden, können die Tiere an diesen ersticken. Eine weitere Gefahr der Fasern ist, dass diese Entzündungen im Verdauungstrakt hervorrufen können.
In der Natur sind Hanffasern lang. Während des Gewinnungsvorganges der Fasern aus der Hanfpflanze werden diese jedoch gebrochen und sind dadurch kurz.

Jute

Auch Jute hat in der Natur lange Fasern, die im Verarbeitungsprozess gebrochen werden. Jute wird aus der Corchorus-Pflanze hergestellt.
Im Gegensatz zu Hanf sind die Fasern sehr weich, wodurch sie ein Kropfwickeln bei Vögeln verursachen können. Bei Feuchtigkeit kann Jute schnell faulen und unangenehm riechen.

Naturbast

Naturbast wird häufig dazu verwendet, um Zubehör im Vogelkäfig zu befestigten, ist jedoch absolut ungeeignet für diese Funktion.
Die Fasern können von Vögeln leicht und schnell auseinandergezogen und zerbissen werden. Dadurch können sich die Tiere an den Fasern verschlucken oder verletzen, da diese häufig Schlingen bilden.

Kokosfasern

Kokosfasern werden aus unreifen Kokosnüssen hergestellt. Die Fasern sind fest, hart und kurz und können dadurch Entzündungen im Verdauungstrakt und ein Ersticken beim Verschlucken hervorrufen.
Dabei haben Kokosfasern viele Vorteile: Sie sind langlebig und fast unzerstörbar. Zudem können sie nur schwer von Pilzen oder Bakterien befallen werden. Gleichzeitig sind sie schmutzabweisend. Trotz aller Vorteile sollten Kokosfasern jedoch nicht im Vogelkäfig verwendet werden!

Sisal

Die Fasern von Sisal sind hart, fest und vor allem reißfest. Dadurch können sie ebenfalls zu Verletzungen im Verdauungstrakt führen.
Wie Kokosfasern auch, haben Sisalfasern zahlreiche Vorteile (abweisend gegenüber Feuchtigkeit und Schmutz), sollten aber nicht im Vogelkäfig verwendet werden, um Verletzungen der Tiere zu vermeiden.
Sisal wird aus Agaven hergestellt.

Letzte Aktualisierung am 28.05.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API